Rettichcup 2012– Segeln mit Zugabe vor der Reichenau

Das Regattasegeln sehr viel Spaß machen kann, zeigten die Teilnehmer der Rettich-Cup Regatta der Jollensegler Reichenau am vergangenen Sonntag: obwohl nur noch eine Wettfahrt vorgesehen war, wurde eine Zugabe gefordert und noch eine Wettfahrt bei den perfekten Bedingungen am Untersee ausgesegelt.

Die traditionsreiche Yardstickregatta  vor der Insel  Reichenau begeistert jedes Jahr über 70 Yachten und Jollen. Wobei der Spaßfaktor  beim Segeln und „danach“ nicht zu kurz kommt.
„Durch unser Konzept, bei dem wir Langstreckenregatta und Dreiecks-Kurs kombinieren, und abends ein Programm anbieten, dass nicht nur Teilnehmer, sondern auch viele Gäste  an die Regattaszene lockt, bringen wir den Regattasport Zuschauern sehr nahe, und können viele Nicht-Regatta-Segler für das Regatta-Segeln begeistern“ so Robi Uricher Wettfahrtleiter und Leiter des Orga-Teams bei den Jollenseglern Reichenau. „Viele Junge Segler, die sich noch nicht auf Klassenregatten trauen, sammeln hier Ihre ersten Regatta-Erfahrungen und werden mit unserem schönen Sport in Kontakt gebracht“  begeistert sich der Reichenauer.

Doch auch der sportliche Teil der Regatta zieht jedes Jahr hochkarätige Mannschaften aus der nahen und fernen Umgebung an, so kamen auch in diesem Jahr einige Mannschaften aus Hessen und Bayern nur für diese Regatta auf die Insel gereist.

Auch in diesem Jahr wurde am Samstag wieder ein Langstreckenkurs  gesegelt,  der vom Gnadensee um die halbe Insel  in den Untersee zwischen Reichenau und Ermatingen führte.  Bei der Yardstickgruppe 1 konnte die Mannschaft  Moser, Stock, Müller vom Schluchsee mit Ihrer Streamline den  1. Platz beim Leichtwindlauf für sich buchen, bei  der Yardstickgruppe 2 siegten die Lokalmatadore Peter, Ursula und Nicola Blum von den Jollenseglern mit Ihrer J22. Die Schweizer Hans Steiner und Manfred  Balz in der H-Jolle siegten bei den Jollen.

Der Sonntag bot folgte mit sogenannten Kaiserwetter 4 Windstärken und Sonnenschein. Wurde in den vergangen Jahren immer der traditionelle Dreieckskus gefahren, wurde in diesem Jahr der modernere Up- und Down Kurs gesegelt, bei dem auch vor dem Wind taktische Variationen möglich sind.

Die Segelanweisung begrenzte die Anzahl der Läufe nicht, und so kamen Segler und Regattaleitung überein anstelle des ansonsten üblichen Einzellaufs am Sonntag  noch einen zweiten Lauf zu starten.

Schlecht für die Schluchseer Mannschaft des Team Mosers mit Ihrer Streamline, mit dem Laufsieg am Samstag und einem klaren Sieg im 2. Lauf am Sonntag starteten sie im dritten Lauf zu früh und wurden für den Lauf disqualifiziert.  Das Team Pawel und Ewa Adamski mit Ihrer schnellen Majestic 24 konnten somit den Gesamtsieg bei den Yachten 1 sichern.

Bei den Yachten der Gruppe 2 fanden die Shark24 nun offensichtlich Ihre optimalen Bedingungen für Boot und Mannschaft. Und die Mannschaft Bernd  und Heike Mäder vom SCMB Moos konnten den ersten Gesamtplatz vor den Immstaadern Ulli und Gerd Pfaff ebenfalls mit einer Shark24 sichern.

Bei den Jollen ließen die Lokalmatadoren Michael und Jeremias Blum mit Ihrer Windy auf dem Kurzstreckenkurs alle hinter sich und konnten gleich zwei Laufsiege einfahren, was Ihnen den Geamtsieg vor der Schweizer H-Jolle mit Steiner/Balz einbrachte.

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