Nahezu 100 Einhandjollen der Klassen Contender, Europe, Laser, Laser Radial und Laser 4.7 erlebten am vergangenen Wochenende beim Unterseepokal der Jollensegler Reichenau nahezu das gesamte Windspektrum des Untersees.
Am Samstag wurden 3 Wettfahrten gesegelt die für jeden Segler etwas boten. Die erste Wettfahrt startete Regattaleiter Christian Leonards, bei Sonnenschein in 3 Windstärken, die dann in der 2 Wettfahrt zu etwas anspruchsvolleren böigen 4-5 Windstärken anstiegen und schließlich in der letzten Wettfahrt bei 0,5,- 1 Windstärke die Leichtwindspezialisten bevorzugte.
Der samstags-wind variierte dabei nicht nur in Stärke, sondern auch in Richtung, sodass taktisches Können zum Erreichen der vorderen Plätze eine wichtige Rolle spielte.
Trotz der unterschiedlichen Bedingungen am Samstag zeigten sich die Favoriten bereits nach den ersten Wettfahrten am Samstag klar.
Allen voran Julia Kühn vom Konstanzer Yachtclub, die 17jährige Vize –Jugend-Weltmeisterin, und U17 Europameisterin in der Laser Radial, überzeugte mit 3 ersten Rängen am Samstag, die souverän mit einigem Abstand vor dem Feld gesichert wurden. ä
Ähnlich souverän fuhr Marlon Walter vom gastgebenden Verein am Samstag seine Ergebnisse ein, lediglich im 3. Lauf entschied er sich bei der 2. Kreuz für die falsche Seite der Bahn und musste beim stark nachlassenden Wind den Radolfzeller Jonas Lietz (YCRa) den Vortritt lassen.
Bei den Contendern, war die Ergebnisliste am Samstagabend nicht ganz so eindeutig, Frank Richter vom Segel Verein Staad, führte zwar mit den Ergebnissen 2. 1. Und 3. Platz, Vater (Gernot) und Sohn ( Gerhard) Götz waren ihm aber mit 9 und 10 Punkten dicht auf den Fersen.
Klarer wiederum wurde das Feld der Laser 4.7 von Enis Hadzic, ( Bodensee-Yachtclub Überlingen) angeführt, lediglich im 3. Lauf erreichte er beim einschlafenden Wind „nur“ den 3. Platz, die Läufe 1 und 2 gewann er souverän.
Bei den Europes wurde das Bild durch zahlreiche Frühstarts verfälscht, Janis Böhler vom Yacht-Club Radolfzell und der aus Hamburg angereiste Niklas Lange von der Segler-Vereinigung Altona- Oevelgönne lieferten sich immer ein spannendes Rennen um den ersten Platz wurden aber von der Wettfahrtleitung jeder bei einem Rennen wegen Frühstarts qualifiziert. Da zahlreiche Segler es bei den Wettfahrten nicht erwarten konnten loszufahren, führte am Ende des Tages Elissa Krebstuhl vom Ruder-Club Rastatt die Rangliste an.
Am Sonntag wurden die Segler dann von einer Starkwindfront empfangen. Wettfahrtleiter Christian Leonards entschied sich die Jüngsten-Klasse Laser 4.7 an Land zu belassen, und erklärte den Seglern in der Steuermannsbesprechung genauestens die zu erwartenden Bedingungen. Auf der etwas geschützteren „Lohorn- Bahn“ wie das Segelgebiet im Dreieck zwischen Reichenau, Markelfingen und Allensbach genannt wird. Konnte bei 5-6 Windstärken eine Wettfahrt gestartet werden. Die am Ende der Wettfahrt aktivierte Vollwarnung des Wetterdienstes, erforderte dann die zügige Rückkehr an Land und den Abbruch der weiteren Wettfahrten.
Weiterhin souverän gewann Julia Kühn auch diesen Starkwindlauf bei den Lasern Radial und gewann Somit die Serie mit 4 ersten Plätzen vor Tobias Bauer und Jana Scherbart ( beide Württembergische Yachtclub FN ) , auch Marlon Walter (JSR) gewann diesen Lauf wiederum und endete bei den Lasern auf dem ersten Platz vor Jonas Lietz ( YCR) und Carsten Bauer (Württembergische Yachtclub FN ). Bei den Contendern konnte Gernot Götz den schwierigen 4. Lauf gewinnen, des Vortages schnellste Frank Richter musste leider wegen Materialbruchs den Lauf aus aussichtreicher Position aufgeben. Am Ende stand dann Gernot Götz, vor Frank Richter und seinem Sohn Gerhard auf dem Treppchen. Bei den Europes bewies der Norddeutsche Niklas Lange die besten Sturmfähigkeiten und gewann so das Gesamtklassement vor dem Radolfzeller Jannis Böhler und Niklas Weissenbach vom Ruder-Club Raststatt.
Bei den Laser 4.7 blieb die Rangliste ja aufgrund des fehlenden 4. Laufs unverändert und es Siegte somit Enis Hadzic, vor Aaron Roos vom Ruder-Club Rastatt und Lara Lendler vom Württembergischen Yachtclub
Bei den Starkwind-Bedingungen zeigte sich einmal mehr, wie gut das Team der Jollensegler Reichenau eingespielt ist. Einige Segler und Seglerinnen muessten wegen Materialbruchs oder Erschöpfung abgeborgen werden, die zahlreichen „ wasserfesten“ Helfer auf dem See bewältigten diese Aufgabe aber ohne Probleme. Sodass nach der Siegerehrung am Mittag zwar erschöpfte aber glückliche Segler die Heimreise antreten konnten.
Alle Ergebnisse und weitere Bilder : www.jollensegler-reichenau.de
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