Noch mehr Jollensegler von der Reichenau erfolgreich am Wochenende

allianzcup19_9_958-1Bei nicht unbedingt angenehmen Bedingungen am Obersee ersegelten Pauline Bollongino in der Europe und Bollo ( der Autor – also ich ) gute Platzierungen vor Immenstaad am Bodensee.

25 Europe  und 15 Finns traten an  den Allianz-Cup zu gewinnen.

Am Samstag fegten bei recht frischen Temperaturen  – man achte auf die Abstufung zu „kühl“ später im Text – gemeint ist eigentlich  arschkalt und saukalt  –  kräftige Regenböen aus West über den   Obersee und bescherten neben steigender Körpertemperatur durch Hängeaufwand auch eine schöne Welle auf dem Regattarevier vor Immenstaad.

Bei Böen bis 28 Knoten und der kurzen steilen Welle war einiges Chaos auf der Bahn, das die Regattaleitung mit Flaggen arbeitete, die zwar absolut korrekt, aber den Teilnehmern einer nicht grade WM-Regatta nicht grade sehr geläufig waren trug nicht grade zur Beseitigung des Chaos bei.

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Die Europe waren auf jeden Fall nach der ersten Luvtonnenrundung alle vom Winterstaub befreit und komplett durchgewaschen – auch die Mastspitze.
Insider meinten aber, dass das 11 Grad kühle Wasser doch eigentlich ja wärmer wäre als die Luft und somit frönten 2/3 des Feldes recht ausgiebig und wiederholt dieser IMHO  recht spartanischen Art des Thermalbades.  Pauline wurde wie alle anderen Teilnehmer ebenfalls nicht verschont und somit landete nach 3 kurzen Wettfahrten am Samstag Abend als 12 in der Rangliste.

Die Finns wurden am Samstag ebenfalls stark dezimiert, aber Bollo führte das Klassement am Samstag Abend an.

AM Sonntag böiger Nordost-Wind bei noch etwas kühleren Temperaturen, das Schweizer Seeufer bis unten mît geschlossener Schneedecke. Wiederum 3 Wettfahrten dieses mal etwas länger da 3 Runden. Pauline gelang ein 4. und ein 5. Platz im starken Europe Feld und sie kann somit mit einem 9. Platz von 25 ganz knapp am ersten Drittel vorbei -Gratulation –

Bollo ( also ich also der Autor) blieb erster von 15 gezahlten ( nicht gesegelten Finns – Details unten)

Es hat Spass gemacht und einmal mehr die Erkenntnis …..

 

es muss viel  mehr Regatta gesegelt werden.

 

auf www.finn.ch  findet Ihr dann bald noch einen Bericht vom Onboard-Redakteur auf der GER 19.

 

 

 

 

oder hier :

So und jetzt ein kleiner Bericht von der Onboard-Presse auf dem Finn GER 19 :

Bollo ( also der Autor also ich)  kam mal wieder genau rechtzeitig zum Start und musste nur noch wenige Strecker nach!  dem 4 Minuten Signal anbauen –  das Lesen der Segelanweisungen erhielt somit Priorität 2  schließlich war ja unser Landespeter ( Peter Ganzert )  als Mitbewerber am Start den konnte man unterwegs nach ja nach Details fragen.

Die Finn erwischte die erste Hammerböe auf dem ersten Vorwind  – Bollo (der Autor also ich) war gemeinsam mit dem Landespeter ( der, der die Segelanweisung gelesen hatte ) einige Meter vor dem Hauptfeld –  als Sie von der achterlicher Gischt überholt wurden ( für nicht Segler : das bedeutet dann ist viel Wind). 

Als ich zurückblickte war nur noch Peter Ganzert einige Meter hinter mir, alle anderen Boote waren unterwegs Richtung Heimathafen oder gesellten sich zu den Thermalbadefreaks ( siehe Bericht auf Jollensegler.eu) , nach der nächsten Böe drehte Peter dann auch noch ab, ich fuhr jedoch mit meiner perfektionierten Q-Wende Technik ( von wegen „Hoffentlich Allianz versichert“) weiter Richtung Startschiff  – dort wurde ich mit Hupern und einer Flagge mit einem Kreuz auf einem Schlauchboot empfangen.
Mein Aufkleber mit dem Flaggenalphabet befindet sich am Schwertkasten!, das gleichzeitige aufrechte Segeln des Bootes und Lesen der Flaggenbedeutung ( im 6er Font ROT gedruckt) erfordert also bei Windstärken über 20 Knoten eine gewisse Akrobatik, die nicht  unbedingt dazu beiträgt, das angegraute Herren die den Südkurier mit Lesebrille lesen müssen den Sinn der Flagge erkennen können.

Zumeist liegt der Erfolg des Auslesens in den drei Erkenntnissen :
1. Die Flagge gibt es tatsächlich !
2. Die Flagge hat einen Buchstaben  ( der ist Fett gedruckt und lesbar) ! In diesem Fall M.
3. Ich wollte doch schon letztes Jahr ein Flaggenalphabet mit grösseren Beschreibungen kaufen .

So auch dieses mal, M und irgendwas kleines Rotes dahinter mit Gehupe, keiner mehr da, hmmm vielleicht irgendwas neues für „abgebrochen “ oder „zurück in den Hafen“ oder „Freibier fällt aus „. 

Da ich mir ob der Bedeutung nicht sicher war, umrundete ich mal alle Tonnen und machte mich zurück gen Hafen- ich war ja gefühlt wirklich das letzte fahrende Boot auf dem Wasser.

Aber der Wind war ja eigentlich schon wieder etwas weniger und die großen Wellen waren wirklich zu schön, um Sie alleine zu lassen, so beschloss ich,  nachdem ich noch ein paar verstreuten Kenterern seelischen Beistand beim Aufrichten Ihres Bootes geleistet hatte, noch mal ne Runde zu drehen, – im Regen stehen und über wilde Windböen prahlen, kann man ja später auch noch genug –  und dann in den Hafen zu fahren.  Nach der 2. Runde sah ich dann, dass alle Europe wieder einigermaßen aufgerichtet waren und relativ strukturiert an der Kreuz waren, sicherheitshalber folgte ich Ihnen und entdeckte sogar noch einen Finn unter Ihnen.

Ich folgte ihnen mal ins Ziel und wurde somit 2. Finn ( überraschenderweise ) trotzdem ich eine Runde mehr gesegelt war als der erste. 

Im nächsten Lauf waren noch 6 Finns am Start. Allerdings kam hier beim 2. Downwind eine noch etwas stärkere Böe als in der ersten Wettfahrt, bei 28 Knoten Wind und steiler Welle hat man da einige Arbeit im Finn, damit die Müsliriegel nicht in den See schwappen.  Nach der „Allianz Q-Wende“ fuhr ich Raumschots Vollgas ins Ziel,
obwohl ich kaum glauben konnte, dass die 2 auf dem Startschiff nur 2 Kreuzen bedeutete, bereits nach weniger als 20 Minuten war ich beim Zieleinlauf – vielleicht waren ja 2 Kreuzen zusätzlich zur Startkreuz gemeint ?

Die  Blaue Flagge hing zwar aber ich konnte Sie bei  dem fliegenden Wasser und dem doch erstaunlich nachhaltigen Drang meines Bootes die in ihm schwimmenden Müsliriegel samt ihrem potentiellen Verspeiser in den See zu kippen nicht wirklich erkennen. Also fuhr ich ins Ziel, dann sicherheitshalber wieder an die Kreuz Richtung Luvtonne, erst mal schauen was die anderen machen.  (die Regattaleitung war ja ganz modern zudem der Club schwäbisch und somit sparten sie sich das übliche Hupsignal oder sogar einen Schuss bei Zielankunft  – auch kein wirklicher Fortschritt wenn Ihr mich fragt ) die fuhren auch alle ins Ziel  – also 2. Lauf im Sack.

Der dritte Lauf am Samstag dann sogar ohne Flagge Oskar – ( also ganz wenig Wind da darf man nicht Pumpen – manche Flaggen erkenne ich dann doch noch )  wieder nur kurz – da ja offensichtlich noch ein 4. geplant war. Der fiel dann aber einem komplett Dreher zum Opfer und wir wurden nach etwas Warterei heimgeschickt.
Mit 2/1/1 konnte ich Samstag ganz zufrieden sein.

Am Sonntag dann 10:00 Uhr Start. Wenn man den Wettfahrtleiter kennt, weiß man dann, dass man Pünktlich sein sollte, somit fuhr die – diesesmal-  vollständige Finnflotte rechtzeitig bei Schnee- und Graupelschauern bei kräftigem Ostwind auf den See. Um dann fast eine 3/4 Stunde auf die Verlegung der Tonnen zu warten – einigen war das wiederum zuviel ( Joseph und Jean Louis) und sie verließen das Geschehen mit Aussicht auf die Sitzheizung auf der Heimfahrt frühzeitig.

Schließlich wurde der erste Lauf dann doch angeschossen übrigens genau dann als eine weiße Böenwand stark östlich der vorherrschenden Windrichtung über dem Land Richtung Regattafeld angeflogen kam – also konnte man nicht unbedingt sagen, wie der Wind auf der Startkreuz denn nun sein würde, wieder 28 Knoten aus Ost oder nur ein leichter Dreher und dann wieder Nord ?  Peter Ganzert tippte richtig auf Nord und war vor dem Autor im Ziel.

In den nächsten Wettfahrten dann ab und an Schneeschauer, die mit kräftigen Drehern das Feld durchwürfelten.

Im letzten Lauf dann noch der Show-Down zwischen Peter und mir, den Peter dank heruntergenommener  Oskar um einen halben Meter gewann.

Machte aber nichts denn ich bie ……

 

es muss ja noch viel mehr Regatta gesegelt werden.

Ergebnisse hier 

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