
Jede und jeder der bei uns in den letzten Jahren auf Regatta war, kennt sie, die unentwegt im Einsatz befindlichen Jollensegler-HelferInnen and Land und auf dem Wasser.
Zwei davon, die eigentlich immer bei den Einsätzen parat sind, sind unser Traumpaar Amelie Rinn und Pius Rawitzer.
Die beiden sind oft im Schlaucher auf der Regattabahn zu sehen, Pius fällt dabei häufig als dankbar anzulaufende Versorgungsstation auf, die willig die abgekämpften SeglerInnen nach den Wettfahrten mit einem Heldenbier versorgt.
Aber was machen die beiden eigentlich beim Segeln ? Segeln die überhaupt noch ?
Ja sicher, wenn man den Segelsport aus einem weiteren Winkel betrachtet.
Segeln ist ja nicht nur die Athletik, Schönheit, Geschwindigkeit auf rasanten ( mehr oder weniger :-)) Jollen, betrieben von schönen, sympathischen und extrem sportlichen ( ok ich verfalle in Übertreibung ) Menschen, nein Segeln kann man auch auf Yachten ( vulgus Bleiarsch) mit oder ohne eingebauten Sanitäranlagen.
Auch hier kann man Regattasegeln und das tolle Erlebnis des Segelsports erfahren.
Auf den ganz großen Yachten mit 12 Crewmitgliedern ( Mitgliederin geht wirklich nicht ) auf der Ostsee und in der Segelbundesliga mit der J70 – die ja bei uns JollenseglerInnen eher umstritten ist – haben die beiden Ihren Spass:
Hier ein Bericht der beiden über die Aalregatta auf einer Swan46 bei der Kieler Woche:
“ Jollensegler können auch auf großen Schiffen erfolgreich sein„
( Anmerkung der Redaktion “ Jollensegler SIND auch auf großen Schiffen erfolgreich :-))
Amelie Rinn und Pius Rawitzer gingen Ende Juni an der Kieler Woche auch mal wieder an den Regattastart. Allerdings diesmal nicht mit einer Jolle, auf einer Swan 46,
der Rarotonga.
Zu zwölft, also etwas kuschelig und leicht überbesetzt, ging es samstags mit Start in der Kieler Innenförde um den Stollergrund herum und hinein in die Eckernförder Bucht. Mit ungefähr 20 Knoten Wind und 13 Knoten Fahrt ging es anfangs noch unter Spi und dann später auf eine lange Kreuz nach Eckernförde. Anfangs hatte es Rarotonga eher schwerer mit den anderen modernen Rennyachten mitzuhalten, vor allem, da eine der ersten Bahnmarken einfach davongeflogen ist, da sie nicht richtig verankert war. Nach dem Abbiegen mit Peilung auf Eckernförde ging es auf eine Kreuz mit viel Druck und Rarotonga konnte wieder einige Schiffe aufholen und Abstand gewinnen. So kam am Ende „nur“ Platz 3 heraus. Aber immerhin gab einen geräucherten Aal und ein Bier zum Anlegen!
Auf dem Rückweg, von Eckernförde bis zum Kieler Leuchtturm war es leider eine ziemliche Dümpelei.

Zwar bei traumhaftem Sonnenschein, aber nur mit Leichtwind ging es Richtung Kiel. Mit hängenden Segeln trieb Rarotonga deshalb nur als Achte ins Ziel. Auf der Rückfahrt in die Innenförde konnten dann zum Abschluss noch ein bisschen die Rennen der 420er und 29er auf ihren Regattabahnen beobachtet werden.
Alles in allem also ein erfolgreiches und spaßiges Wochenende im Norden!
„
Es muss nämlich noch viiiiiiiiiiiiiel mehr Regatta gesegelt werden ( von mir aus auch auf Bleiärschen :-))