Wir haben Sie, die Zusage.
Zum dritten Mal, nach 1993 und 2006, dürfen wir die „Deutsche“ für die Laser ausrichten.
Für so einen Mini Pups Provinz Verein wie wir einer sind ist das schon eine Ehre, die wir zu schätzen wissen.
Natürlich haben wir über die Jahre schon einiges an Erfahrung in der Ausrichtung verschiedener Meisterschaften aber spannend bleibts doch.
1993, also vor 32 jahren brauchte man noch eine ganze geschlagene Woche , mit Ruhetag und jede Menge Zeremonie auf und neben der Bahn. Der Klassenboss, Herr Hermann Cornelius kam aus Kiel angereist. Ein älterer Ingenieur, der in bemerkenswerter Vater – und Betreuerrolle die 100 Männer der Klasse sowas von im Griff hatte.
Die Sache, die alle tief beeindruckte war die Teilnahme von 3 Weißrussinnen. die über ihr Sportministerium gemeldet waren. Im ellenlangen Schriftverkehr zuvor wurden die Bedingungen geklärt: Betreuung durch einen Arzt (den der Veranstalter stellen musste),
Unterbringung im Hotel auf der Insel, Rundumverpflegung für Betreuer, Funktionäre, Dolmetscher, Fahrer und Sportler. Alles auf Kosten der veranstaltenden Jollensegler. Und Geld hatten wir halt keines. Wir wollten ja welches verdienen.
Letztendlich wurde die alte Vereinshütte zum Mannschaftshotel umfunktioniert, Dr. Michael Sperlich, der Vater von unseren Zwillingen aus der Jugendabteilung übernahm die medizinische Betreuung, und Essen gabs im Zelt.
Nun wartete man auf den russischen Mannschaftsbus. Um die Ecke rumpelte dann ein Lada, in den sich die Segler quetschten, mit Anhänger für das Equipment. Sie hätten in Polen im Wald übernachtet und waren platt. Die alte Hütte reichte vollends.
Aber ganz schnell entstand ein herzliches Verhältnis, insbesonders mit den Mädels.
Die Schränke unserer Damen wurden geplündert und so manche Jeans fand den Weg nach Weißrussland im Gepäck der Seglerinnen .
Lediglich der Fahrer ist ein klein-wenig unangenehm aufgefallen: er wollte meiner Mutter ein deutsches Blutdruckmessgerät andrehen um seine schmale Kasse aufzubessern. Kam nicht besonders gut an.
Wir Vorstände waren dann auch mal in der alten Hütte (Hotel) eingeladen.Dort gabs dann Wodka und Kaviar. Mir ist nur noch das Brot in Erinnerung, das die Konsistenz von eingeweichten Spanplatten hatte.
Ein Fernglas als Gastgeschenk hab ich heute noch.
Für uns war das die große internationale Seglerwelt.
Die Meisterschaft gewann AlexanderRinne, damals Jurastudent aus Kiel und bei den Damen Doris Wetzel vor Elke Brück. Die Dritte, Beatrix Fontius, hab ich erst noch als Teilnehmerin an unserer Frühjahrsregatta gesehen.
Und nun folgt wieder eine Deutsche Lasermeisterschaft auf unserer Insel. Hoffen wir, dass das wieder eine Veranstaltung wird, an die sich Teilnehmer und Veranstalter gerne zurückerinnern.
Der Termin wird Anfang Oktober sein. In ein paar Wochen können wir sicher schon näheres berichten
Artikel von Capo



