Bericht Unterseepokal
Herausfordernde Bedingungen beim Unterseepokal der Jollensegler
Der Unterseepokal der Jollensegler, der alljährlich am Muttertagswochenende ausgerichtet wird, lockte dieses Jahr wieder 70 Segler in den Einhandklassen Contender, Europe, Laser Standard, Laser Radial und Laser 4,7 an den kleinen aber sehr agilen Club der Jollensegler Reichenau.
Beim diesjährigen Unterseepokal der Jollensegler Reichenau wurde das Können der Segler auf eine harte Probe gestellt.
Am Samstag forderte der unstete Wind das taktische Können und die Revierkenntnis der Segler, am Sonntag wurden bei nahezu konstant 5 Windstärken aus West das technische Können und die Athletik gefordert.
Am Samstag lieferten sich der „alte Hase“ und Lokalmatador der Jollensegler Mecki Greis ein spannendes Duell mit dem Europe-Umsteiger Gerhard Götz aus Unteruhldingen. Die beiden lagen am Abend mit 3 und 4 Punkten schon weit vorn dem Feld der 21 Contender.
Der Sonntag mit Starkwind bedeutete dann Pech für den Jungen Götz, dessen Vater ebenfalls im im Feld der Contender dabei war. Götz verletzte sich in ausgezeichneter Position bei einer Halse an der Hand und musste aufgeben. Greis, der zwar alle Laufsiege an den Hessen Michael Starck vom SC Rheingau abgeben musste, konnte aber somit, mit dem sicheren Polster vom Samstag , die Regatta für sich entscheiden. Michael Starck musste sich, trotz seiner 3 Laufsiege am Sonntag, mit dem 2. Gesamtrang begnügen, als dritter stand der Rolf Winterhalter von den Jollenseglern Reichenau, auf der Siegerliste.
Bei den Europes wendete sich das Blatt ebenfalls am Sonntag, Der Radolfzeller Jannis Böhler führte am Samstag noch mit 4 Punkten vor dem JSR-Segler Moritz Wiemers, Konnte aber am Sonntag seine Führung nur knapp behalten. Er endete Punktgleich mit dem Raststätter Daniel Uhl und behauptete seinen ersten Platz lediglich durch das Punkteverhältnis. Dritte wurde Pauline Bollongino von den Jollenseglern Reichenau , die ebenfalls am Sonntag eine Aufholjagd vom Mittelfeld in die Spitzengruppe startete.
Bei den Laser Standards gewann Marc Funken vom Segler Verein Schluchsee, seine Führungsposition konnte auch durch einen Frühstart am Sonntag vom 2. Lukas März (SLRV) nicht mehr genommen werden. Der Laupheimer Daniel Hölle( SCLA) wurde mit nur einem Punkt unterschied dritter.
Der Radolfzeller Jonas Lietz (YCRA) lies hingegen am Samstag und am Sonntag keine Zweifel an seiner Überlegenheit in der Laser-Radial Klasse, mit 3 gewerteten ersten Plätzen von 4 Wettfahrten ließ er die Verfolgerin Jana Scherbarth vom Wassersportverein Friedrichshafen mit 7 Punkten Abstand hinter sich, gefolgt von dem drittplatzierten Überlinger Peter Kraus ( FSÜ).
Am härtesten zu kämpfen hatten die Jüngsten in der Klasse der Laser 4,7. Die Opti-Umsteiger kämpften am Sonntag mit den Elementen. Die Friedrichshafnerin Theresa Diesch (WYC), lieferte sich mit Ihrem Clubkameraden Nick Federspiel ein spannendes Rennen, endete schließlich Punktgleich und wurde nur aufgrund des Punkteverhältnisses erste.
Das Wettfahrt-Leiter -Team der Jollensegler rekrutierte sich dieses Jahr zum grössten Teil aus der Jugendabteilung. „Unser Konzept funktioniert bestens“ so Wettfahrtleiter Daniel Wehrle, „auch bei diesen schwierigen Bedingungen, klappte die Regattaleitung auf dem Wasser einwandfrei, die Jungen sind engagiert und werden sicherlich bald auch hier die Führung übernehmen können.“ Trotz der schwierigen Bedingungen am Sonntag konnten sich die Segler sicher auf dem Wasser fühlen. „ Bei solchen Bedingungen profitieren wir von unserem Netzwerk auf der Reichenau“, so Wehrle weiter „wir konnten innerhalb kurzer Zeit etliche zusätzliche Begleitboote der Insulaner aktivieren, ich glaube sowas ist am See einmalig, auch die Zusammenarbeit mit der Allensbacher DLRG klappt einwandfrei, einige kleinere Verletzungen konnten auf dem Wasser direkt versorgt werden. Sicherheit steht bei solchen Events an erster Stelle, 70 Boote bei solchen Bedingungen mit unterschiedlich erfahrenen Skippern auf dem Wasser zu kontrollieren ist nicht einfach, „ so der 40 jährige Reichenauer Elektromeister, „ aber für die Segler war das Segeln am Sonntag schließlich auch kein Pony-Reiten“